Basketball im Ludwigsburger Gemeinderat – Fragenkatalog zur Gemeinderatswahl 2024

Vor einigen Wochen feierten wir unser zehnjähriges Bestehen als Fanclub und damit zehn Jahre voller Emotionen, lautstarker Unterstützung der Mannschaft und eine zielorientierte Zusammenarbeit mit den MHP RIESEN. Die MHP RIESEN sind eines der sportlichen Aushängeschilder unserer Stadt.
Viele unserer Mitglieder kommen direkt aus Ludwigsburg und interessieren sich entsprechend besonders dafür, was die unterschiedlichen Parteien und politischen Gruppierungen kommunalpolitisch im Bereich der Weiterentwicklung des Basketballs vorhaben.

Wir haben daher den bereits im Ludwigsburger Gemeinderat vertretenen Parteien und politischen Gruppierungen sechs Fragen rund um den Ludwigsburger Basketball mit der Bitte um Beantwortung zukommen lassen.

Nachfolgend findet ihr die Antworten von Florian Sorg (Fraktionsvorsitzender, Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Herrmann (Franktionsvorsitzender, CDU), Reinhardt Weiss (Fraktionsvorsitzender, Freie Wähler) und Hubertus von Stackelberg (Stv. Fraktionsvorsitzender, SPD).
Von den übrigen Parteien haben wir Stand 28.05. 19:30 Uhr noch keine Rückmeldungen erhalten.


1Im November 2022 hat die Basketball Bundesliga ihre neue Ligastrategie 2032 vorgestellt. Diese sieht unter anderem vor, dass ab der Spielzeit 2032/2033 eine Mindesthallenkapazität von 4.500 Plätzen gegeben sein muss. Unter den heutigen Voraussetzungen weist die MHP-Arena eine Maximalkapazität beim Basketball (unter Nutzung von Stehplätzen) von ca. 4.700 Plätzen aus. Würde sich Ihre Gruppe für einen Aus- und Umbau einsetzen, wenn dieser notwendig wird, um weiter Bundesligabasketball in Ludwigsburg erleben zu können? (Quelle)

Wir wollen, dass die MHP Riesen auch zukünftig eine Heimat in Ludwigsburg haben. Sollte eine Stadionumbau tatsächlich notwendig werden und ein entsprechendes Finanzierungskonzept vorliegen, unterstützen wir das gerne.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Wir sollten dafür sorgen, dass der Liga-Ausschuss des Basketballverbands seine Standards nicht weiter erhöht. Den Kommunen mit Bundesligavereinen werden dadurch unnötige Kosten aufgebürdet. Das kann doch nicht Ziel der Sportverbände sein. Dann erübrigt sich ein Aus- oder Umbau der MHP Arena. Eine bauliche Erweiterung der Tribünen kann aus unserer Sicht nur innerhalb der bestehenden Kubatur der Halle stattfinden – eine Erweiterung der Tribünenplätze geht voraussichtlich zu Lasten der Wettkampffläche. Ohne genaue Prüfung der Machbarkeit und Kosten ist eine pauschale Aussage schwierig.

Klaus Herrmann, CDU

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich als langjähriger Vorsitzender des Stadtverbands für Sport Ludwigsburg e.V. im Zeitraum vom 1999 bis 2014 und in den 25 Jahren meiner Stadtratstätigkeit immer ein Verfechter für den Sport war, ohne jedoch auch die anderen wichtigen Dinge für die Stadt Ludwigsburg dabei zu vergessen.
Fakt war in den letzten Jahren, dass wir auch mit meiner Unterstützung, sowohl als Stadtverbandsvorsitzender, als auch als Stadtratsvorsitzender der Fraktion der Freien Wähler die MHP-Arena mit Nachdruck umgesetzt haben auch unter dem Aspekt, dass die schon damals in der ersten Liga spielenden Basketballspieler in dieser Arena ihren Hauptort zu den sportlichen Veranstaltungen erhalten müssen, und zwar als Ankermieter.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

Meiner Information nach wird in absehbarer Zeit keine wesentlich größere Hallenkapazität von der Liga gefordert werden als derzeit in LB verfügbar. Es gibt heute in der BBL noch einige Spielorte, die die Mindestkapazitäten noch nicht erfüllen. Die Situation in Ludwigsburg ist noch deutlich ausreichend und sicher für die Ligaanforderungen. Deswegen können wir und brauchen wir in den nächsten Jahren – auch auf Grund der aktuellen Finanzsituation – nicht über  einen Neubau nachzudenken.

Hubertus von Stackelberg, SPD

2Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH sind einer der großen Sponsoren der MHP Riesen Ludwigsburg. Setzen Sie sich dafür ein, dass die SWLB als kommunales Unternehmen auch weiter als große Stütze des Ludwigsburger Basketballstandorts agieren und somit Unsicherheiten wie zum Ausstieg der EnBW zum Ende der Saison 2012/2013 vermieden werden?

Wir begrüßen es, dass die SWLB lokale Sportaktivitäten unterstützt. Wir wissen jedoch auch, dass die SWLB großen Finanzierungsbedarf in vielen Bereichen hat. Hier müssen wir Kosten und Nutzen immer abwägen. Eine Weiterführung des Sponsorings der Riesen durch die SWLB könnte jedoch möglich sein.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Die Stadtwerke sollten im bisherigen Umfang weiterhin Sponsor der Ludwigsburger Basketballer sein.

Klaus Herrmann, CDU

Da ich auch im Aufsichtsrat der Stadtwerke seit 1999 tätig bin, habe ich auch aus dieser Seite die Sponsorenverträge gegenüber den Basketballern mitberaten und unterstützt. Schon damals wurde die MHP-Arena aufgrund der damaligen Sicherheitsstrategie erbaut und großzügig gestaltet. Inwieweit nun aufgrund der neuen Voraussetzungen ein Aus- und Umbau der MHP-Arena realistisch wird, hängt natürlich hauptsächlich von den finanziellen Mitteln der Zukunft ab. Versprechungen aus meiner Sicht können deshalb momentan nicht abgegeben werden. Was die Sponsorenleistungen betreffen, so verweise ich auf meine oben genannte Aussage als Aufsichtsrat der Stadtwerke, wonach wir auch die neuen Sponsorenverträge mit meiner Stimme verabschiedet haben und hier nochmals auch einer weiteren Erhöhung des Entgeltes zugesagt haben.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

Die städtischen Töchter SWLB und WBL sind seither verlässliche Partner des Ludwigsburger Leistungssports, so auch bei den MHP Riesen und anderen Vereinen. Aus unserer Sicht soll dieses Sponsoring auch weiterhin verlässlich für unseren Spitzensport sein. Dafür setzen wir uns auch in den Aufsichtsräten mit unsren Stimmen ein. Das wird auch noch solange funktionieren, solange die sportlichen Leistungen auch überregionale Ausstrahlung haben. Gerade erst wurde sogar eine gut 10% Erhöhung der finanziellen Unterstützung bei den MHP Riesen auch mit unserer Stimme für die nächsten 3 Jahre beschlossen.

Hubertus von Stackelberg, SPD

3Ab dem Jahr 2024 wird in der MHP Arena nicht nur Basketball zu erleben sein, sondern auch Handball. Wie wollen Sie weiterhin eine hohe Wertschätzung des Basketballs im Rahmen dieser Mehrfachnutzungen der MHP Arena sicherstellen? Welches Engagement im Bereich des Handballs ist durch die Stadt Ludwigsburg mit Unterstützung Ihrer Gemeinderatsmitglieder geplant? (Hintergrundinformation SWR Sport vom 29.11.2023)

Wir freuen uns, dass eine weitere starke Mannschaft des Ballsports die MHP Arena Ludwigsburg als neue Heimat gefunden hat. Wichtig dabei war, dass sich die Spielpläne der Mannschaften unter einen Hut bringen lassen. Das ist gegeben. Der Gemeinderat hat den Umzug jedenfalls sehr unterstützt und wird auch im weiteren Verlauf bestimmt unterstützen.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Die Verlegung der Handball-Damen Bundesliga nach Ludwigsburg darf nicht zum Nachteil von Basketball oder anderen Vereinen in Ludwigsburg sein. Das hat die CDU in mehreren Diskussionen deutlich gemacht und wurde auch von der Stadtverwaltung bestätigt. Über eine darüber hinausgehende Unterstützung von Handball ist noch nicht entschieden. Wir sehen in dem Wechsel der Handball-Damen von Bietigheim-Bissingen nach Ludwigsburg eine weitere Chance für die Sportstadt Ludwigsburg Ihren Bekanntheitsgrad sowohl national als auch international auszuweiten und somit auch einen Synergieeffekt für die Stadt Ludwigsburg und den Tourismus. Mit Basketball und Handball haben wir zwei Sportarten im Spitzensport in Ludwigsburg fest platziert. Der Basketball sollte, den bisherigen Erfolg für die Zukunft vorausgesetzt, Priorität bei Vergabe der Hallenkapazitäten für Trainings- und Spielbetrieb und beim Sponsoring haben.

Klaus Herrmann, CDU

Auch in Zukunft liegt das Hauptaugenmerk auf dem Basketball, wobei die Mehrfachnutzung der MHP-Arena für die Handballdamen bis zunächst Ende 2026 keinen Nachteil zulasten der Basketballer ergibt.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

Nach unseren ersten Informationen sollte es ja zunächst keine städtische finanzielle Unterstützung für die Bietigheimer Handballerinnen geben. Zugesagt waren zuerst nur Trainingsmöglichkeiten und der Spielbetrieb in LB. In der Zwischenzeit sehen das die Aufsichtsräte, Teile des Gemeinderats und die Stadtverwaltung als eine Bereicherung der Sportlandschaft in Ludwigsburg und geben auch finanzielle Unterstützungen. Wir haben von vorherein dafür plädiert, dass es keine Reduktion und Nachteile für die Ludwigsburger Vereine geben darf. Über den Spielbetrieb wurden wir dahingehend informiert, dass es keine Kollisionen in der MHP Arena geben würde, da die internationalen Spieltage im Handball und im Basketball unterschiedlich liegen.

Hubertus von Stackelberg, SPD

4Im Bereich der Basketball Bundesliga gibt es Tendenzen, dass die Liga sich zum Big City Basketball weiterentwickeln möchte. Bisher wird Basketball nicht nur in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt gespielt, sondern auch in deutlich kleineren Städten wie Ludwigsburg, Vechta, oder Weißenfels. Wie wollen Sie sich dafür einsetzen, dass Ludwigsburg weiter Spielort und Heimat der MHP Riesen bleibt und ein Umzug des Teams ins benachbarte Stuttgart verhindert wird?

Da sind die Bedarfe der Mannschaft zu erfragen. Wir Grüne wollen, dass die Riesen in Ludwigsburg bleiben. Unter den gegebenen Bedingungen unterstützen wir wo möglich.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Hier sehen wir die Bundesliga-Vereine selbst in der Pflicht. Für die kleineren Städte ist es ein Anreiz, sich im Verband und Liga-Ausschuss entsprechend zu engagieren. Die Vereine müssen darauf hinwirken, dass Sportverbände ihre Anforderungen an Vereine so wie bisher belassen und nicht erhöhen. Bundeligasport muss auch in kleineren und mittleren Städten weiter möglich sein. Wenn die Verbände hier zum Nachteil der Vereine und der kleineren Städte entscheiden ist zu überlegen ob die Bundes- und Landespolitik hier eingreifen muss.

Klaus Herrmann, CDU

Es [ist] selbstverständlich, dass wir uns auch weiter dafür einsetzen, dass die Basketball Bundesliga in Ludwigsburg ausgeübt wird.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

Wir haben ja als Gemeinderat keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Liga wie diese sich zukünftig aufstellen will und welche Tendenzen sie anstrebt. Dieser Wunsch steht ja seit Jahren in den Planungen der BBL. Momentan sieht man ja eher andere Tendenzen mit vielen kleineren aber regional gut verankerten Spielorten (Crailsheim, Tübingen, Vechta, Bamberg, Rostock, Weißenfels…wie von euch genannt). Daneben stehen Großstädte wie Köln, Frankfurt, Hamburg bezogen auf die finanziellen und sportlichen Ressourcen oft in der zweiten Reihe und schaffen es nicht in die BBL. Wie sich das weiter entwickeln wird, steht in den Sternen. Ein Umzug nach Stuttgart würde einen Verlust des Sponsorings der städtischen Töchter und den Verlust der Trainingsmöglichkeiten in LB bedeuten. Daran hängen übrigens auch viele versteckte Fördermaßnahmen für den Sport wie die Infrastruktur und z.B. Wohnungen für auswärtige Spieler. Ob sich das komplette System nach Stuttgart umorientieren würde, glaube ich eigentlich nicht, ist aber natürlich die Entscheidung des Vereins. Wie sich die treuen LB Fans dann verhalten würden ist auch schwer vorherzusehen. Der Ausweichspielort in Sindelfingen hat sich seinerzeit auch in keiner Weise bewährt. Deswegen gehen wir davon aus, dass die Stadt mit ihren Fördermöglichkeiten nur zur Verfügung steht, wenn der Sport auch in LB bleibt. Die MHP Riesen sind ja auch ein wichtiger Ankermieter in der Arena, die letztendlich zum Großteil auch für den Basketball gebaut und durch die Stadt finanziert wurde. Ein Umzug nach Stuttgart ist schlussendlich auch eine Entscheidung, die der Verein MHP Riesen für sich treffen muss.

Hubertus von Stackelberg, SPD

5Die steigenden Kosten in vielen Lebensbereichen machen auch unseren Mitgliedern zu schaffen. Wie wollen Sie sich mit Ausschreibungen und darüber hinaus einsetzen, dass es in der MHP Arena bezahlbare Getränkepreise gibt und im Sinne der Nachhaltigkeit auch Möglichkeiten wie kostenlose Trinkwasserspender angeboten werden?

Kostenlose Trinkwasserspender sind eine tolle Sache, wofür wir uns in der ganzen Stadt einsetzen. Hier sollte sich eine natürliche Kooperation mit den SWLB ergeben. Bessere Werbung für das gesündeste Produkt der Stadtwerke, nämlich Trinkwasser, kann es nicht geben. Sicher ist ein Augenmerk darauf zu legen wie derzeit die Bedingungen zur Verpflegung in der Arena ausgelegt sind.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Wie bei allen Vereinen in der Stadt ist über eine Unterstützung über das bisherige Maß hinaus jeweils neu zu beschließen. Dabei ist auch die Finanzlage der Stadt mit zu berücksichtigen. Auf die Ausschreibung und Vergabe des Caterings durch den Eigenbetrieb TELB hat der Gemeinderat nur indirekt Einfluss. Soweit im rechtlichen Rahmen möglich sollte bei erneuten Ausschreibungen und Vergabe eine Angabe der Verkaufspreise von Speisen und Getränken mit in die Wertung der Angebote einfließen. Die Stadt Ludwigsburg baut das Angebot von Trinkwasserspendern in Schulen und Sporthallen derzeit weiter aus – wir gehen davon aus, dass die Arena bei auch Berücksichtigung findet.

Klaus Herrmann, CDU
[Dies] kann ich nicht beantworten, da dies Verhandlungssache wäre zwischen der Vorstandschaft der BG Ludwigsburg und dem Geschäftsführer Herr Kreh des Eigenbetriebes TELB.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

Über dieses Thema habe ich mit Mario Kreh, dem Hallenmanager von der TELB zum Teil schon gesprochen. Die Getränkepreise sind natürlich vertraglich zwischen der TELB und dem Caterer festgehalten. Ich persönlich finde es auch sehr hochpreisig in der Halle, ähnlich wie im MHP Stadion in Stuttgart beim VfB, und bin nicht glücklich darüber. Gleiches gilt aus meiner Sicht für den Service und die Becherrückgabe. Da stehen natürlich betriebswirtschaftliche Überlegungen Pate über Konzessionen, Personal, Preisgestaltung usw., auf die der Gemeinderat keinen direkten Einfluss hat. Die Idee mit den Getränkespendern halte ich für sehr gut und werde sie auch gerne bei der TELB anregen.

Hubertus von Stackelberg, SPD

6Der Derby-Konkurrent ratiopharm Ulm hat mit dem „Orange Campus“ einen Grundstein für langfristigen Erfolg am Basketball-Standort gelegt. Neben den Trainingseinrichtungen der Profis und dem Nachwuchs- und Leistungszentrum der Jugendabteilung haben auch ein Fitnessstudio, Konferenzzentrum, die Geschäftsstellen der Vereine, Gastronomie und ein Treffpunkt für die Fangemeinde einen zentralen und gemeinsamen Platz. Würde sich Ihre Partei für die weitere Professionalisierung am Standort und eine Unterstützung eines solchen Basketball-Zentrums in Ludwigsburg einsetzen und damit nachhaltige Standortsicherung betreiben? (Beitrag SWR Sport vom 19.03.2024)

Eine weitere Professionalisierung auch im Sinne einer Standortstärkung würden wir sehr begrüßen. Gerne wollen wir in den Austausch treten, wie hier eine politische Unterstützung aussehen kann. Ludwigsburg ist eine ausgesprochenen Sportstadt und fördert den Breiten- und Profisport in großem Maße. Ein weiterer Ausbau oder Akzentsetzung z. B. in Richtung Basketball sollte bei vorliegendem Finanzierungskonzept diskutiert werden.

Florian Sorg, Bündnis 90/Die Grünen

Über eine weitere Professionalisierung am Standort Ludwigsburg sind wir gesprächsbereit. Dabei ist die Vernetzung mit bestehenden Einrichtungen, die finanzielle Situation der Stadt und eine Beteiligung der MHP Riesen mit zu betrachten. Andere Sportangebote in Ludwigsburg dürfen dabei nicht benachteiligt werden. Die Stadt Ludwigsburg hat mit dem Sportinternat Ludwigsburg bereits einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet. Bei der Förderung von Leistungszentren sehen wir allerdings auch das Land, den WLSB und die Sportverbände in der Pflicht. Die Akteure im Spitzensport sind meist in wirtschaftlichen Unternehmen organisiert. Die Gemeinnützigkeit, wie bei der Vereinsstruktur ist hier nicht mehr gegeben. Deshalb muss eine finanzielle Unterstützung dieser Wirtschaftsbetriebe genau abgewogen werden – hier müssen die Akteure mit offenen Karten spielen und alle Zahlen offen legen.

Klaus Herrmann, CDU
[Hier] ist eine Antwort aus meiner Sicht schwierig, da ich das Modell von Ulm nicht im Detail kenne, wobei hier die Frage des Standortes eine entscheidende Rolle spielen könnte. In diesem Zusammenhang möchte ich draufhinweisen, dass bereits seit Jahren im Bildungszentrum West auf Betreiben des Stadtverbandes ein Internat eingerichtet wurde, um bereits Ansätze für ein Leistungszentrum und für die Nachwuchstalente im Basketball unterzubringen.
Da ich in den letzten Jahren dafür bekannt war immer die entsprechenden Realitäten einzuschätzen und als Stadtrat für alle Bürger in Ludwigsburg dazu sein, hoffe ich auf Ihr Verständnis, dass wir als Fraktion der Freien Wähler nur das versprechen können was auch realistisch und finanziell möglich ist. Unsere Unterstützung für die Zukunft kann ich im Namen der Freien Wähler zusagen und wünsche uns allen das die MHP-Arena weiterhin mit einer erfolgreichen Basketballmannschaft eine Marke für Ludwigsburg bleibt.

Reinhardt Weiss, Freie Wähler

An einer vereinseigenen Basketballhalle für Training und ev. Jugendspiele auf dem Gelände des BZW war man vor einigen Jahren schon sehr knapp dran. Leider ist damals der Investor und Mitfinanzierer wieder abgesprungen und seither wurde dieses Ziel nicht weiterverfolgt. Allerdings verfügt Ludwigsburg über ein Sportinternat, Schulen mit Sportprofil, sogar mit der landesweit einmaligen Schulzeitstreckung für Leistungssportler. Dazu kommen die Nachwuchsförderprogramme wie NBBL, die Porsche BB-Akademie, Mittagstraining und andere Möglichkeiten, die von der Stadt, von Sponsoren, Verbänden und Vereinen getragen werden. Das ist eine ganze Menge an sportlichen Förderungen, übrigens auch nicht nur für Basketball sondern auch für andere Sportarten wie beim Stadtverbandstrainermodell sichtbar. Ludwigsburg ist in seiner Sportinfrastruktur gut aufgestellt. Hier sehen wir ein hohes Unterstützungspotential, das die Stadt mitträgt und auch die Unterstützung unserer SPD Fraktion hat.

Hubertus von Stackelberg, SPD